Tuesday, December 26, 2006

Glück mit Briefmarken - Hilfe nach der Flucht


(Mein verstorbener Großvater) Bruno Rachmann war ein begeisterter Briefmarkensammler. Dies ging sehr weit: Zweimal in der Woche kam ein Markenfachmann mehrere Stunden, um Briefmarken in Bücher einzukleben. Unter den Marken befanden sich auch Schätze, wie der Rote Merkur, der 1934 auf der Wiener WIPA (berühmte Briefmarkenausstellung) mit einigen anderen Briefmarken ausgestellt wurde.
Kurz vor der Flucht aus Böhmen gaeb es einige wertvolle Briefmarken, über die ein Expose erstellt werden sollte, ob diese echt oder falsch seien. Diese lagen in einem Briefumschlag, den Oma auf die Flucht mitnehmen konnte. Die Briefmarken blieben unentdeckt und konnten so nach der Flucht in den 50er Jahren (?) verkauft werden. Die Marken waren wertvoll. Unsere Großmutter konnte sich davon z.B. die damals noch sehr teuren Flugtickets nach Kalifornien kaufen und ihre Tochter Christa besuchen.
Auch meine Mutter Gerda sammelte in ihrer Jugend begeistert Briefmarken. (Österreich, Böhmen, Tschechien)